Entwicklungen der letzten Monate

|Text: Edgar Reisinger|

Der letzte Herbst und Winter 2024/25 brachten, wie zu diesen Jahreszeiten üblich, in der Waldnaabaue größere Überschwemmungen. Eine Nutzung weiter Teile der Aue durch Mahd wäre – wie schon in vielen Jahren davor – nicht möglich gewesen.

So hat sich über Jahrzehnte der Anteil der genutzten Grünlandflächen immer mehr verringert. Dieses Bild der Waldnaab verdeutlicht das bisherige Problem: Ohne Bewirtschaftung (links) verbrachen die Altgrasflächen und verlieren ihren Artenreichtum. Durch die wieder eingeführte Beweidung (rechts) werden der Altgrasfilz beseitigt und die Fläche wieder in ein struktur- und blütenreiches Biotopmosaik verwandelt. Unser Rotes Höhenvieh und die winterharten Wasserbüffel aus den Karpaten kümmern sich darum.

Foto: F. Leo/fokus-natur.de

Über die Jahreswende gelang es den Projektbetreuern in enger Abstimmung mit der Wasser- und Landwirtschaft sowie der Veterinärbehörde, den Weidetieren die erste Fläche mit über 90 ha zur Verfügung zu stellen. 

Zu allen Jahreszeiten und selbst bei Frostgraden fressen die Rinder die aufgegebenen Altgrasbestände und schaffen wieder Grünland als Lebensgrundlage für Vegetation und Tierwelt. (Foto: F. Leo/fokus-natur.de)